PC & Musik 3/2001
 
 
 
NOTEN TRAINING
Wer sich mit Musik beschäftigt, wird früher oder später Noten lernen müssen, denn die Zeichen auf und zwischen den fünf Linien sind nach wie vor die internationale Verständigungsbasis. Besonders professionell angehauchte Musiker sollten sich mit den Noten vertraut machen, um einfach bessere Jobs zu bekommen. Der Score-Trainer von MIDIMASTER kann dabei helfen.
Als es noch keine Computer gab, musste man entweder in Eigeninitiative die "Hieroglyphen" auf den Notenblättern entschlüsseln oder einen Musiklehrer engagieren, um ein notiertes Musikstück überhaupt üben und lernen zu können. Für die autodidaktische Lernvariante gibt es sicherlich einige lobenswerte Beispiele, aber diese "Ochsentour" muss man nicht unbedingt weiter empfehlen. Duke Ellington und einige weitere berühmte Jazzer sollen angeblich völlig selbstständig die Notensprache erlernt haben, und zwar deshalb, weil sie mit den anderen notenkundigen Musikern zusammen spielen wollten. Wesentlich entspannter geht es sicherlich mit einem Privat-Musikleherer, aber den muss man erst mal haben und Geld kostet er auch noch. Vor diesem 
Hintergrund hat sich Peter Wolkersdorfer von der Firma MIDIMASTER Software an die Programmierung des Scoretrainers gemacht, der für 39 DM in der Standardversion dem Notenschüler die "Flötentöne" beibringt, und zwar in der derzeit topaktuellen Quiz-Schiene. Neben der Standard-Version gibt es noch eine Profi-Verison für 149 DM, vornehmlich für Musikschulen. Hier können bis zu 500 Schüler bzw. Spieler verwaltet werden. 

Ein Spielchen bitte!
Grundsätzlich geht der Scoretrainer davon aus, dass man die Noten am besten spielerisch erlernt. Zu diesem Zweck kann man sich die Noten anzeigen lassen, um sie zunächst kennenzulernen. Anschließend trainiert man die Noten, indem die notierten Töne zum Beispiel am Bildschirmklavier gespielt werden. Schließlich kann man seine Fähigkeiten per Notenquiz abfragen und am Ende eine Urkunde ausdrucken lassen. In der Standard-Version können diverse Spiel-Einstellungen vorgenommen werden, zum Beispiel die Wahl der Vorzeichen, die Darstellung im Violin- oder Bass-Schlüssel, die Auswahl der Noten etc. Außerdem kann man als Eingabegerät zwischen Klavier, Akkordeon, MIDI-Gerät, Gitarre, 

E-Bass und einem Tastenfeld wählen und als Notennamen die deutsche, internationale oder italienische Schreibweise (do, re, mi, ..) anklicken. In der Pro-Version sind diverse Regionen mit einem Passwort geschützt, denn die Schüler sollen ja nich überall dran kommen.

Fazit
Wer ernsthaft Noten lernen möchte, kommt um die Lektüre der einschlägigen Literatur sicherlich nicht herum, kann aber mit dem Scoretrainer seine Fähigkeiten quasi spielerisch ausbauen. Allerdings sollte man auch klar sehen, dass es beim Scoretrainer ausschließlich um Tonhöhen geht und nicht um rhythmische Feinheiten, aber das ist ohnehin ein Thema für sich.
 

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